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FFP Masken: Wie gut schützen sie vor Corona?

Stoff-, OP- und FFP-Masken: Wie gut schützen sie vor Corona?

Stand: 29.10.2020 16:09 Uhr

An vielen Orten gilt Maskenpflicht. FFP2-, FFP3-, OP- und Alltagsmasken: Was ist der Unterschied? Welche Masken sind waschbar, welche sollten nur einmal verwendet werden? Tipps zum richtigen Gebrauch.

In allen Bundesländern gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften. Auch in Zügen der Deutschen Bahn und den Maschinen vieler Fluggesellschaften ist das Tragen Pflicht. Hinzu kommen individuelle Regelungen in einzelnen Kommunen, Unternehmen und bei öffentlichen Veranstaltungen. Vorgeschrieben ist mindestens ein einfacher Mund-Nasen-Schutz. Doch es gibt viele verschiedene Maskentypen. Unterscheiden lassen sich zwei große Gruppen: einfache Mund-Nasen-Bedeckungen und Atemschutzmasken.

Mund-Nasen-Bedeckung bremst Corona-Ausbreitung

Einfache Stoffmasken, die unter Begriffen wie Alltags-, Community-, DIY- oder Behelfs-Masken genutzt werden, bieten je nach Ausführung nur einen geringen Schutz. Fest gewebte Stoffe sind besser geeignet als leicht gewebte. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weist darauf hin, dass sich Träger solcher Masken nicht darauf verlassen können, “dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen”. Dennoch erklärt die Behörde, dass Stoffmasken einen Beitrag leisten können, um die Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren. Sie reduzierten “die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Tröpfchenauswurfs z.B. beim Husten”. Außerdem verhindert sie, dass sich der Träger unbewusst mit schmutzigen Händen an Mund oder Nase fasst.

Medizinische Gesichtsmasken haben geprüfte Filterleistung

OP-Masken dürfen im Hausmüll entsorgt werden.

Eine Mund-Nasen-Schutzmaske haben bereits in der Zeit vor dem Coronavirus viele Ärzte und Zahnärzte verwendet. Sie wird auch als Operations-, OP- oder medizinische Gesichtsmaske bezeichnet. Mit einer Zulassung nach DIN EN 14683 gilt dieser Maskentyp als medizinische Gesichtsmaske. Sie schützt Patienten und andere Menschen in der nahen Umgebung vor Tröpfchen, die der Maskenträger etwa beim Sprechen oder Husten aus Mund und Nase abgibt. Sie verringert die Geschwindigkeit und Distanz, mit der sich auch kleinste Flüssigkeitsteilchen, sogenannte Aerosole, nach vorn ausbreiten. Den Träger selbst schützt eine Mund-Nasen-Bedeckung nur vor größeren Tröpfchen.

Atemschutzmasken: Was bedeuten FFP1, FFP2 und FFP3?

FFP-Masken gibt sie in drei Schutzklassen sowie mit und ohne Auslassventil.

Atemschutzmasken, die auch partikelfiltrierende Halbmasken oder Feinstaubmasken genannt werden, haben eine deutlich weitreichendere Wirkung. Sie schützen den Träger vor Aerosolen, Rauch und Feinstaub in der Atemluft, wenn die Ränder dicht am Gesicht anliegen. Eine europaweite Norm (EN 149) regelt die Qualität dieser Masken. Drei Schutzklassen definieren das Rückhaltevermögen: FFP1, FFP2 und FFP3. Dabei steht FFP für “Filtering Face Piece”. Zum Schutz vor dem Coronavirus sind mindestens Masken der Klasse FFP2 notwendig, besser sind Masken der Klasse FFP3. Zur CE-Kennzeichnung einer Maske gehört auch eine vierstellige Zahl für eine der 41 zugelassenen Prüfstellen. Stammen die Atemschutzmasken aus Übersee, tragen sie meist andere Bezeichnungen wie KN95 (China) oder N95 (USA). Stichproben ergaben, dass viele Masken ohne oder mit gefälschten Zertifikaten im Handel sind, auch in Apotheken. Masken mit Ventil filtern nur die eingeatmete Luft und bieten keinen Schutz für das Umfeld des Trägers.

Was bringen Visiere oder Face Shields?

Visiere aus Kunststoff, sogenannte Face Shields, sind in den meisten Bundesländern, darunter in Hamburg und Niedersachsen, nicht als Ersatz für eine Mund-Nasen-Bedeckung zugelassen. Sie halten deutlich weniger Flüssigkeitspartikel zurück als Masken. Aerosole können ungehindert an den Rändern der Visiere vorbeiströmen.

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